Digitalisierung kostet Geld – aber du musst nicht alles allein stemmen. Auch wenn die bekannten Programme **go-digital** und **Digital Jetzt** ausgelaufen sind (go-digital seit Ende 2024), gibt es 2026 weiterhin gute Fördermöglichkeiten. Hier der ehrliche Überblick, was kleinen Betrieben bleibt.
> **Stand: Juni 2026.** Förderhöhen, Quoten und Fristen ändern sich häufig. Prüfe vor dem Antrag immer die aktuellen Konditionen – am besten über deine Handwerkskammer oder das jeweilige Förderportal.
1. Kostenlose Erstberatung: Mittelstand-Digital Zentren
Als offiziellen Nachfolger nennt das Bundeswirtschaftsministerium die **Mittelstand-Digital Zentren** – rund 30 Zentren bundesweit, die kleine Betriebe **kostenlos** beraten. Ideal, wenn du noch unsicher bist, wo du anfangen sollst. Hier bekommst du neutrale Orientierung, oft mit Praxisbeispielen aus dem Handwerk.
2. Beratung fördern: BAFA
Für die Konzeptphase eignet sich die **BAFA-Beratungsförderung**. Sie bezuschusst die Kosten für externe Beratung – also den Schritt, bevor du investierst. Sinnvoll, wenn du eine größere Umstellung planst und externe Expertise brauchst.

3. Umsetzung finanzieren: KfW
Für die eigentliche Investition gibt es den **KfW-/ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit**: zinsgünstige Kredite (laut aktuellen Angaben bis zu mehreren Millionen Euro, effektiver Jahreszins ab rund 1,0 %). Kein Zuschuss, aber günstige Finanzierung für Hardware, Software und Schulung.
4. Der direkte Zuschuss: Digitalbonus der Länder
Hier wird es konkret – und je nach Bundesland sehr unterschiedlich:
– Bayern (Digitalbonus): bis 7.500 € (Standard) bzw. bis 30.000 € (Plus), Förderquote rund 50 %.
– Nordrhein-Westfalen (MID-Gutscheine): bis zu 15.000 € für Beratung und Umsetzung.
– Andere Länder haben eigene Programme mit Höchstbeträgen von rund 10.000 € bis deutlich darüber.
Lohnt sich der Blick: Viele dieser Zuschüsse decken **Software und Einführung** ab – also genau die Digitalisierung deiner Angebots-, Rechnungs- und Aufmaß-Prozesse.
Worauf du den Zuschuss sinnvoll einsetzt
Förderung ist Mittel zum Zweck. Der größte Hebel im Büroalltag ist meist die durchgängige Software für Angebote, Rechnungen und E-Rechnung. Wenn du ohnehin auf die [E-Rechnungspflicht](/loesungen/xrechnung) umstellen musst, kannst du diese Investition oft mit einem Förderbaustein verbinden. Ein Blick auf den [Funktionsumfang](/funktionen) hilft, den eigenen Bedarf zu sortieren, bevor du einen Antrag stellst.
In drei Schritten zur Förderung
1. Bedarf klären – am besten kostenlos im Mittelstand-Digital Zentrum.
2. Programm wählen – Zuschuss (Digitalbonus), Beratung (BAFA) oder Kredit (KfW).
3. Antrag VOR dem Kauf stellen – fast alle Programme fördern nur, wenn du vor der Bestellung beantragst.
Häufige Fragen
Gibt es go-digital noch? Nein, go-digital ist ausgelaufen. Nutze stattdessen die Mittelstand-Digital Zentren, BAFA, KfW oder den Digitalbonus deines Landes.
Bekomme ich Software gefördert? Häufig ja – besonders über die Länder-Digitalboni. Konditionen vorab prüfen und immer vor dem Kauf beantragen.
